Petition* an den Stadtrat und das Stadtparlament der Kulturstadt Winterthur

Budgetkürzungen bei der bildenden Kunst

Wir, die Unterzeichnenden, bedauern den Entscheid des Stadtrats und des Stadtparlaments von Winterthur, das Budget für den Ankauf von Kunst von 60'000 auf 30'000 Franken zu halbieren. Ausserdem soll im nächsten Jahr keine Unjurierte Kunstausstellung stattfinden, obwohl dies dem üblichen Vierjahresrhythmus entsprechen würde. Auch hier sind Sparmassnahmen der Grund.

Wir anerkennen die finanzpolitischen Herausforderungen der Stadt und die Notwendigkeit, verantwortungsvoll mit öffentlichen Mitteln umzugehen. Gleichzeitig weisen wir darauf hin, dass Winterthur seinen Anspruch als «Kulturstadt» nicht unwesentlich den Künstlerinnen und Künstlern verdankt, die hier arbeiten und leben. Kulturförderung – dazu gehören auch die Kunstankäufe der Stadt sowie die Unjurierte – gehört zur DNA dieser Stadt. Es geht um die grundlegende Unterstützung und Anerkennung der lokalen Kunstproduktion.

Wir sind überzeugt, dass eine lebendige und vielfältige Kulturlandschaft Verlässlichkeit und eine langfristige Perspektive braucht. Deshalb appellieren wir an den Stadtrat und das Stadtparlament, die Kürzung des Kunstankaufbudgets ab 2027 wieder aufzuheben und den Verzicht auf die Unjurierte 2026 zu überdenken und für eine Durchführung eine kosteneffizientere Lösung zu finden.

Die jüngste Sparrunde bei der Kultur verträgt sich schlecht mit dem Titel «Kulturstadt», den die Stadt so stolz vor sich herträgt.

Kulturstadt sein heisst: Kultur stärken – nicht streichen!

Kulturstadt sein heisst: Kultur stärken – nicht streichen!

Erstunterzeichnende

Unterzeichnende